Therapie

Eine Psychotherapie kann helfen, den Missbrauch und seine Folgen zu verarbeiten. Erfahren Sie mehr über die Therapiemöglichkeiten, hilfreiche Anlaufstellen und wie Sie die passende Unterstützung finden können.

Was können die psychischen Folgen von Missbrauch sein?

Sexueller Missbrauch kann Betroffene traumatisieren und körperlich und seelisch tief verletzen. Doch was ist das eigentlich, ein Trauma?

In der Psychologie versteht man unter einem Trauma Erlebnisse, in denen ein Mensch einer massiven Bedrohung ausgesetzt ist oder eine solche beobachtet. Betroffene erleben währenddessen meist Gefühle von intensiver Angst, Hilflosigkeit oder Entsetzen. Neben sexuellem Missbrauch und anderen Gewalterfahrungen können zum Beispiel auch Naturkatastrophen oder Unfälle Menschen traumatisieren.

Betroffenen von sexuellem Missbrauch fällt es oft schwer, das Erlebte zu verarbeiten. Das kann dazu führen, dass sie unmittelbar oder sogar noch Jahre später unter Belastungen, psychischen Symptomen oder Erkrankungen leiden. Besonders viele Betroffene entwickeln eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS. Sie äußert sich zum Beispiel in Schlafstörungen oder sogenannten Flashbacks. Das sind Erinnerungen an die traumatischen Erlebnisse und werden von den Betroffenen meist als ein unkontrollierbares und gedankliches Wiedererleben des Traumas erfahren. Auch Depressionen, Angst- oder Persönlichkeitsstörungen, sexuelle Probleme und Suchtverhalten zählen zu den möglichen Folgen.

Manchmal treten die Folgen auch weniger offensichtlich auf und das Leid der Betroffenen zeigt sich unterschwellig – etwa in Zurückgezogenheit oder in wenig Selbstvertrauen. Diese Menschen tragen nicht weniger schwer an den traumatischen Erlebnissen. Die Folgen des Erlebten können sich auch dadurch zeigen, dass es den Betroffenen schwerfällt, gesunde Beziehungen zu führen, oder sie beruflich oder schulisch nicht ihr volles Potenzial einsetzen können.

Bei schweren Fällen von Gewalterfahrungen kann es auch zu einer dissoziativen Störung kommen. Eine Dissoziation ist eigentlich eine natürliche psychische Reaktion, um einen Menschen während eines traumatischen Erlebnisses vor psychischer Überwältigung zu schützen. Die Menschen können sich dadurch von dem Erlebten „abkoppeln“. Schwere und vor allem lang anhaltende traumatische Erfahrungen können aber dazu führen, dass Betroffene anhaltende dissoziative Erlebnisse haben. Zum Beispiel können sie sich zeitweise von ihren eigenen Gedanken und Gefühlen und auch ihrem eigenen Körper als losgelöst empfinden. Oder sie erinnern sich nicht mehr daran, was sie zu einer bestimmten Zeit gemacht haben.

Manche Menschen unternehmen zum Beispiel mehrtägige Reisen und können sich danach nicht mehr daran erinnern. Es gibt auch schwerere Formen der dissoziativen Störung, die bei sehr schweren Gewaltformen auftreten können. Dabei spaltet sich die Persönlichkeit in mehrere Identitäten auf. Mehr Informationen dazu finden Sie unter „Organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt“ in der Rubrik „Wissenswertes“

Was ist Psychotherapie?

Eine Psychotherapie behandelt seelische Erkrankungen und auch körperliche Krankheiten, bei denen seelische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Dazu zählen auch die psychischen Folgen sexualisierter Gewalt.

Psychotherapie nutzt wissenschaftlich anerkannte Methoden. Anders als Psychiater:innen, die von ihrer Grundausbildung Mediziner:innen sind, verschreiben (psychologische) Psychotherapeut:innen keine Medikamente. Eine Psychotherapie findet im persönlichen Gespräch zwischen Patient:in und Psychotherapeut:in statt. Dazu zählen auch Übungen und bei Kindern zusätzlich Spiele. In der Psychotherapie gibt es verschiedene Verfahren.

Welche Therapieverfahren gibt es?

Therapieverfahren nennt man auch Richtlinientherapien. Sie sind wissenschaftlich anerkannte Verfahren für die Behandlung aller psychischen Störungen, die von den Krankenkassen bezahlt werden.

Psychotherapeut:innen haben sich meist auf eines der Verfahren spezialisiert. Dazu gehören neben der Verhaltenstherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der analytischen Psychotherapie auch die systemische Therapie für Erwachsene. Was diese unterschiedlichen Verfahren beinhalten, können Sie auf der Website „Wege zur Psychotherapie“ nachlesen. 

Die Verfahren werden in Form von Einzel- und Gruppenbehandlungen angeboten. In der Therapie können auch weitere spezifische traumatherapeutische Methoden zur Anwendung kommen, wie beispielsweise traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie oder Eye Movement Desensitization and Reprocessing, kurz EMDR. Bei EMDR wird die Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse durch Augenbewegungen unterstützt. Darüber hinaus gibt es weitere Therapiearten, wie zum Beispiel die Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie und körperorientierte Verfahren. Sie werden zwar nicht von der Krankenkasse, aber manchmal von anderen Kostenträgern übernommen. In der psychotherapeutischen Sprechstunde können Sie klären, ob Sie eine Psychotherapie benötigen und wenn ja, welche Therapieart am besten zu Ihnen und Ihrer Situation passt und wie die Kostenübernahme erfolgen kann.

Doch nicht nur Psychotherapien können Betroffenen weiterhelfen. Auch in spezialisierten Beratungsstellen geben Menschen mit psychotherapeutischen Kenntnissen psychologische Unterstützung. In der Regel sind diese Beratungsangebote kostenfrei und der Zugang kann leichter als zu einer Psychotherapie sein. Verschiedene Wege sind möglich: Für manche Betroffene führt der Weg in die Psychotherapie über eine Beratungsstelle. Für andere ist eine Beratung ausreichend oder die direkte Psychotherapie der erste Schritt.

Wann kann eine Psychotherapie helfen?

Wer sexuellen Missbrauch erlebt hat oder einer betroffenen Person nahesteht, kann unter Symptomen leiden, bei denen eine Psychotherapie helfen kann.

Unmittelbar nach einer Gewalterfahrung kann es Betroffene unterstützen, sich schnell therapeutische Hilfe zu suchen, um das Erlebte zu verarbeiten. Doch auch wenn die sexualisierten Gewalterfahrungen länger zurückliegen, kann es sinnvoll sein, sich therapeutische Hilfe zu suchen. 

Psychotherapie für Erwachsene

Psychotherapie kann Ihnen zum Beispiel helfen, wenn Sie unter Schlafstörungen oder als Betroffene:r unter sogenannten Flashbacks leiden. Flashbacks sind Erinnerungen an die traumatischen Erlebnisse und werden von Betroffenen in der Regel als ein unkontrollierbares und gedankliches Wiedererleben des Traumas erfahren. Oder wenn Sie vorher für Sie unproblematische Alltagsdinge oder Ihre Arbeit nicht mehr oder nur mit Mühe erledigen können. Vielleicht hilft es Ihnen auch nicht mehr, sich mit Angehörigen oder im Freundeskreis auszutauschen, oder Ihre Beziehungen leiden darunter, dass es Ihnen nicht gut geht? Ihr Umfeld macht sich Sorgen um Sie oder Sie sind selbst von Ängsten und Sorgen geplagt? Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Unterstützung brauchen, kann eine Psychotherapie für Sie infrage kommen.

Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche reagieren auf Gewalterfahrungen auf vielfältige und sehr individuelle Weise. Insbesondere kleine Kinder zeigen häufig Verhaltensweisen, die sie schon abgelegt hatten. Manche fangen zum Beispiel wieder mit dem Daumenlutschen an, nässen ein oder wollen bei den Eltern im Bett schlafen. Sie ertragen es nicht, von ihren Eltern getrennt zu sein. Manche Kinder drücken ihre psychische Belastung auch über körperliche Beschwerden wie Bauch- und Kopfschmerzen aus. Bei Kindern und Jugendlichen können auch dauerhafte Stimmungsveränderungen nach Gewalterfahrungen auftreten.

Sie können sich komplett zurückziehen und möchten am liebsten niemanden mehr sehen. Andere bekommen leicht Wutanfälle und sind reizbar. Situationen und Anforderungen, die sie zuvor wie selbstverständlich bewältigten, können in ihnen plötzlich große Ängste und Gefühle von Überforderung auslösen. Häufig kommt es auch zu auffälligen schulischen Leistungseinbrüchen, seltener zu -steigerungen. Manchmal verletzen insbesondere junge Menschen sich auch selbst, um zu spüren, dass sie überhaupt lebendig sind, oder um die extreme Anspannung in ihrem Inneren zu verringern. 

Nicht alle der hier beschriebenen Symptome müssen die Folge einer Gewalterfahrung sein und können auch andere Ursachen haben. Eine Psychotherapie kann jedoch sinnvoll sein, wenn Kinder oder Jugendliche Leidensdruck verspüren oder im Alltag, in der Interaktion mit anderen oder in der Schule beziehungsweise Ausbildung eingeschränkt sind. Übrigens behandeln Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum vollendeten 21. Lebensjahr.

Lassen Sie sich beraten!

Ob eine Therapie das Richtige sein kann, können Sie auch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder in einer Fachberatungsstelle für sexualisierte Gewalt besprechen. Niedergelassene Psychotherapeut:innen bieten darüber hinaus eine Sprechstunde an, in der Sie Ihre Situation schildern und sich beraten lassen können.

Wer erfährt von der Therapie?

Alles, was Sie in der Psychotherapie besprechen, unterliegt grundsätzlich der gesetzlichen Schweigepflicht. Psychotherapeut:innen dürfen niemandem davon berichten, was Sie in der Psychotherapie erzählt haben.

Nicht Ihren Angehörigen und nicht Ihrem Arbeitgeber. Psychotherapeut:innen dürfen nur Informationen weitergeben, wenn Sie dies ausdrücklich möchten. Diese Schweigepflicht dürfen sie nur ausnahmsweise brechen, wenn sie erfahren, dass jemand in großer Gefahr ist.

Kommen Psychotherapeut:innen zu dem Schluss, dass die Gefahr nicht anders abgewendet werden kann, dürfen sie die nötigen Informationen zum Beispiel an Angehörige, Polizei oder Jugendamt weitergeben. Im Rahmen von kollegialer Beratung, Intervision, Supervision oder für die wissenschaftliche Forschung und Lehre dürfen Informationen über Patient:innen und Dritte nur in anonymisierter Form verwendet werden. Eine Verletzung der Schweigepflicht kann mit einer Freiheits- oder Geldstrafe bestraft werden.

Wer hilft mir, wenn ich nicht mehr weiterweiß?

Manchmal geht es einem sehr schlecht und man hat das Gefühl, sein inneres Gleichgewicht komplett verloren zu haben.

Wenn es Ihnen oder jemandem aus Ihrem Umfeld schwerfällt, eine solche psychische Krise allein oder mit Unterstützung nahestehender Personen zu bewältigen, kann es wichtig sein, sich schnell professionelle Hilfe zu suchen.

Unter „Hilfe in Krisen“ haben wir hilfreiche Informationen dazu zusammengestellt. Sie können sich auch an die folgenden telefonischen Beratungsangebote wenden: „Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch“, „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“, „Hilfetelefon Gewalt an Männern“, die Telefonseelsorge oder die „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche.

Wie helfen Traumaambulanzen?

Wenn Sie sexuellen Missbrauch oder körperliche Gewalt erlebt haben, können Sie sich für eine schnelle psychotherapeutische Behandlung an eine Traumaambulanz wenden.

Für diese sogenannte Frühintervention darf die Gewalttat nicht mehr als zwölf Monate zurückliegen. Bei Betroffenen von sexuellem Missbrauch kann es sein, dass die Gewalttat über einen langen Zeitraum verdrängt wurde, aber aktuell zu einer psychischen Belastung führt.

Auch in diesem Fall können sich Betroffene an eine Traumaambulanz wenden. Die erste Behandlung darf dann nicht später als zwölf Monate nach dem Auftreten der akuten Belastung erfolgen. Die Traumaambulanzen sind zudem unter den gleichen Voraussetzungen offen für Angehörige, Nahestehende und Hinterbliebene. Sie können sich innerhalb von zwölf Monaten, nachdem sie Kenntnis von der Tat erlangt haben, an eine Traumaambulanz wenden.

Traumaambulanzen bieten schnelle therapeutische Hilfe, Stabilisierung und Beratung für weitere Schritte für Betroffene von Gewalttaten. Sie helfen auch, eine anschließende Therapie oder ein anderes Behandlungsangebot zu finden, wenn dies erforderlich ist. Es gibt Traumaambulanzen für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche.

Für Erwachsene sind bis zu 15 Sitzungen möglich, für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Sitzungen. Wenn Sie mehr als zwei Sitzungen in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie dies spätestens nach der zweiten Sitzung beantragen. Die Mitarbeiter:innen der Traumaambulanzen unterstützen Sie dabei. Wenn Sie Fahrtkosten zur nächstgelegenen Traumaambulanz haben, werden diese übernommen. Das gilt auch für notwendige Begleitpersonen oder Kinder, die Sie mitnehmen müssen, weil sie ansonsten nicht betreut wären.

Sie suchen eine Traumaambulanz in Ihrer Nähe? Finden Sie hier die passende Unterstützung!
ZU HILFE FINDEN

Worauf sollte ich achten?

Unabhängig davon, für welche Therapie Sie sich entscheiden: Wichtig ist, dass Sie in der Psychotherapie eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln können und dass Sie sich mit dem angewandten Verfahren wohlfühlen.

Können Sie alles erzählen? Können Sie Dinge, die Ihnen in der Therapie Probleme bereiten, ansprechen? Fühlen Sie sich in der Therapie sicher? Wenn Sie diese Frage bejahen können, scheinen Sie die richtige Person für sich gefunden zu haben. Es kann auch sinnvoll sein, Therapeut:innen zu fragen, ob sie Fortbildungen im Bereich Traumatherapie gemacht haben. Und wenn ja, welche und in welchem Umfang. Grundsätzlich sind jedoch Psychotherapeut:innen mit einer Approbation für die Behandlung aller psychischen Störungen ausgebildet.

Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass Sie sich nicht wohl in der Behandlung fühlen, ist es wichtig, dies anzusprechen. Ihr:e Psychotherapeut:in kann dann darauf reagieren. Gemeinsam können Sie besprechen, was Ihnen helfen könnte, um sich in der Therapie wohler zu fühlen. Sollten Sie jedoch über längere Zeit unzufrieden sein und keinen Weg zur Verbesserung finden, können Sie die Therapie jederzeit selbst beenden. Insbesondere bei der ambulanten Behandlung ist ein Wechsel der Therapiepraxis oder des Psychotherapieverfahrens möglich. 

Wer hilft bei Schwierigkeiten in der Psychotherapie?

Es kann vorkommen, dass sich ein:e Psychotherapeut:in unangemessen verhält und Sie das Gefühl haben, nicht richtig behandelt zu werden. Vertraulich, unentgeltlich und bei Bedarf anonym berät Sie in diesen Fällen das Team des Ethikvereins.

Zum Beispiel,

  • wenn Sie Probleme oder Konflikte in Ihrer Therapie haben;
  • wenn Sie sich verunsichert, verletzt oder falsch behandelt fühlen;
  • wenn eine Therapie unverständlicherweise abgebrochen worden ist;
  • wenn möglicherweise eine Verletzung ethischer Leitlinien vorliegt;
  • wenn Sie nach Möglichkeiten für eine offizielle Beschwerde suchen oder eine Vermittlung oder Mediation wünschen.

Weitere Informationen zum Ethikverein finden Sie hier.
 Mehr zu Ihren Rechten als Patient:in erfahren Sie im Wegweiser der Bundespsychotherapeutenkammer.

Die ambulante Psychotherapie

Was ist eine ambulante Psychotherapie?

Bei der ambulanten Psychotherapie finden die Sitzungen in der Regel wöchentlich in der behandelnden Praxis statt.

Der Vorteil einer ambulanten Therapie ist, dass Sie als Patient:in das Gelernte sofort anwenden und Ihren gewohnten Alltag beibehalten können. Wenn einmal ein Therapieplatz gefunden ist und eine tragfähige therapeutische Beziehung entwickelt wurde, ist die Begleitung in der Regel längerfristig möglich und die Behandlung kann an die individuellen Bedürfnisse und die aktuelle Belastung angepasst werden.

Was passiert in der psychotherapeutischen Sprechstunde?

Bevor die Behandlung startet, führen Sie Erstgespräche. Sie können bei Erwachsenen bis zu sechs Termine, bei Kindern oder Menschen mit geistiger Behinderung bis zu zehn Termine umfassen.

Es ist möglich, diese bei der gleichen Praxis oder bei unterschiedlichen Praxen zu führen. In dieser sogenannten psychotherapeutischen Sprechstunde können Sie feststellen, ob eine Behandlung für Sie infrage kommt. Sie muss vor jeder Behandlung stattfinden, außer wenn Sie in den letzten zwölf Monaten in einem Krankenhaus oder einer Rehabilitationsklinik behandelt wurden.

In der psychotherapeutischen Sprechstunde können Sie erklären, welche psychischen Beschwerden Sie haben und wie diese sich im Alltag bemerkbar machen. Die oder der Psychotherapeut:in wird Ihnen auch Informationen zu den einzelnen psychotherapeutischen Verfahren und Behandlungsformen geben und Sie können Ihre Fragen klären.

Nicht immer lässt sich eine Psychotherapie sofort umsetzen. Es kommt vor, dass Ihnen die oder der Psychotherapeut:in nach der Sprechstunde keinen zeitnahen Therapieplatz anbieten kann. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen! Sie können die psychotherapeutische Sprechstunde nutzen, um herauszufinden, ob eine Therapie für Sie passend wäre und wie eine geeignete Behandlungsform aussehen könnte.

Am Ende der Sprechstunde erhalten Sie außerdem eine schriftliche Information, welche Hilfe sich für Sie empfiehlt – zum Beispiel eine Richtlinien-Psychotherapie, eine Krankenhausbehandlung, eine Beratung oder eine Selbsthilfegruppe. Diese schriftliche Empfehlung ist wichtig. Wenn bei Ihnen eine Richtlinien-Psychotherapie dringend notwendig ist, haben Sie damit gegenüber den Terminservicestellen einen Anspruch auf Vermittlung eines Psychotherapieplatzes.

Was ist eine Akutbehandlung?

Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, wird Ihr:e Psychotherapeut:in Ihnen nach der Sprechstunde schnell weitere Termine anbieten beziehungsweise Sie weitervermitteln.

Dies nennt man eine Akutbehandlung. Sie soll zur Besserung von akuten psychischen Krisen beitragen. Die Akutbehandlung besteht meist aus zwölf Terminen von je 50 Minuten. Bei Kindern und Jugendlichen können die Bezugspersonen in der Regel mit drei zusätzlichen Terminen je 50 Minuten einbezogen werden. Während der Akutbehandlung wird auch besprochen, wie es zukünftig weitergehen kann. Ihr:e Psychotherapeut:in bespricht dann mit Ihnen, ob zum Beispiel eine ambulante oder (teil-)stationäre Psychotherapie für Sie infrage kommen kann.

Für diese Behandlung ist kein Antrag bei der Krankenkasse notwendig. Wenn die oder der Psychotherapeut:in Ihnen nach der Sprechstunde keine Akutbehandlung anbieten kann, bekommen Sie eine schriftliche Empfehlung. Damit können sich gesetzlich Versicherte an die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wenden. Sie sollte innerhalb von zwei Wochen einen Termin für eine Akutbehandlung vermitteln. Mehr zur Akutbehandlung erfahren Sie auf der Website „Wege zur Psychotherapie“ der Bundespsychotherapeutenkammer.

Wozu dienen die Probesitzungen?

Wenn nach der Sprechstunde klar ist, dass Sie eine Psychotherapie beginnen möchten, finden als Nächstes zwei bis vier psychotherapeutische Probesitzungen von je 50 Minuten statt. Das nennt man auch die „Probatorik“ oder „probatorische Sitzungen“.

Bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Menschen mit geistiger Behinderung können bis zu sechs dieser Probesitzungen durchgeführt werden. Die Krankenkasse übernimmt hierfür die Kosten, ohne dass Sie einen Antrag stellen müssen.

Die psychotherapeutischen Probesitzungen dienen dem gegenseitigen Kennenlernen zwischen Patient:in und Therapeut:in. So können Sie prüfen, ob Sie eine vertrauensvolle Therapiebeziehung aufbauen können. Diese Beziehung stellt eine wichtige Grundlage für die Therapie dar. Daher sollten Sie in diesen Probesitzungen besonders darauf achten, wie Sie sich fühlen. Stellen Sie außerdem alle Fragen, die Sie haben. Fühlen Sie sich gut aufgehoben? Können Sie alles ansprechen, was Ihnen auf dem Herzen liegt? Wenn nicht, können Sie auch weitere Praxen aufsuchen, bis Sie sich wohlfühlen.

Auch Psychotherapeut:innen prüfen in diesen Sitzungen, ob sie Ihnen die passende Behandlung anbieten können. In diesen Probesitzungen entwirft die oder der Therapeut:in einen Behandlungsplan und bespricht diesen mit Ihnen.

Wie unterscheiden sich Kurz- und Langzeittherapie?

Die Kurz- und Langzeittherapie unterscheiden sich in der Dauer und dem Antragsverfahren bei der Krankenkasse. Häufig wird zunächst mit der Kurzzeittherapie begonnen. Sie besteht aus zwei Abschnitten von je zwölf Sitzungen mit 50 Minuten.

Stellt sich nach den ersten zwölf Sitzungen heraus, dass diese nicht ausreichen, kann eine Verlängerung von zwölf weiteren Sitzungen beantragt werden. Auch ist es möglich, die Kurzzeittherapie in eine Langzeittherapie umzuwandeln, wenn eine längere Behandlung notwendig ist.

Langzeittherapien können, je nach Verfahren, zwischen 36 und 300 Therapiestunden dauern. Für schwerwiegende Fälle können mit besonderer Begründung noch mehr Stunden beantragt werden. Für Menschen mit geistiger Behinderung können weitere Therapiestunden beantragt werden, wenn Bezugspersonen in die Therapie einbezogen werden sollen.
Mehr Informationen zur ambulanten Behandlung finden Sie auf der Website „Wege zur Psychotherapie“ der Bundespsychotherapeutenkammer.

Wie finde ich einen Therapieplatz?

Um einen Therapieplatz zu finden, können Sie sich direkt an Psychotherapeut:innen sowie Fachärzt:innen in Ihrer Nähe wenden. Auch unter „Hilfe finden“ haben sich einige von ihnen registriert.

Dort sind auch die Websites und Suchmaschinen der Kassenärztlichen Vereinigungen und Psychotherapeutenkammern verlinkt, die weitere Datenbanken zur Verfügung stellen. Wenn die Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden sollen, benötigen Psychotherapeut:innen eine Kassenzulassung, um mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen zu können. Für eine Psychotherapie können Sie sich an die folgenden Berufszweige und Anlaufstellen wenden:

  • Psychologische Psychotherapeut:innen
  • Psychologische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen
  • Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Fachärzt:innen für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -psychotherapie
  • Fachärzt:innen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Fachärzt:innen mit Zusatztitel „Psychotherapie“
  • Psychiatrische Institutsambulanzen an Krankenhäusern für Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche 
  • Hochschulambulanzen an Psychologischen Universitätsinstituten 
  • Ambulanzen an Ausbildungsinstituten für Psychotherapeut:innen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung bietet außerdem für gesetzlich Versicherte eine Terminservicestelle an. Diese ist rund um die Uhr unter 116117 oder online zu erreichen und kann Ihnen einen Termin für eine psychotherapeutische Sprechstunde vermitteln. Wenn Sie schon in einer psychotherapeutischen Sprechstunde waren und Sie eine Bescheinigung haben, dass eine Akutbehandlung oder eine Richtlinien-Psychotherapie notwendig ist, muss die Terminservicestelle versuchen, einen freien Therapieplatz für Sie zu finden.

Die Wartezeit darf maximal vier Wochen für einen Termin für eine probatorische Sitzung, wenn eine Richtlinien-Psychotherapie empfohlen wurde, und maximal zwei Wochen für eine Akutbehandlung betragen. Anspruch auf eine Wunschpraxis oder einen Wunschtermin besteht nicht. Wenn Sie also einen Termin bei einer bestimmten Praxis haben möchten, sollten Sie direkt dort anrufen, um einen Termin zu vereinbaren. Auch Beratungsstellen können Sie bei der Suche unterstützen. Sie sind vor Ort meistens gut vernetzt und kennen oft auch auf Traumatherapie spezialisierte Therapeut:innen.

Was mache ich, wenn ich keinen Therapieplatz finde?

Gerade bei gesetzlich Versicherten kann es sein, dass Psychotherapeut:innen mit Kassenzulassung auf absehbare Zeit keinen freien Therapieplatz anbieten können.

Wenn Ihnen auch die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung keinen Therapieplatz vermitteln kann, können Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag für eine Behandlung in einer psychotherapeutischen Privatpraxis stellen.

Voraussetzung dafür ist eine Approbation, also eine staatliche Behandlungserlaubnis, sowie die entsprechende Fachkunde (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, psychoanalytische Psychotherapie oder systemische Therapie bei Erwachsenen). Eine Kassenzulassung ist jedoch nicht notwendig. Dieses Verfahren nennt man Kostenerstattungsverfahren. In der Praxis werden viele Anträge auf Kostenerstattung jedoch durch die Krankenkasse abgelehnt. Das ist auch der Fall, wenn die Versicherten nachweisen können, dass die Psychotherapie notwendig und unaufschiebbar ist und dass die Versuche, eine Behandlung bei Vertragspsychotherapeut:innen zu erhalten, fehlgeschlagen sind.

Wenn Sie länger auf einen Therapieplatz warten müssen, können Sie sich alternativ an eine spezialisierte Fachberatungsstelle wenden. Sie begleiten und unterstützen Betroffene oft über längere Zeiträume. Häufig bieten sie auch therapeutische Angebote an, die Sie nutzen können, bis Sie einen Therapieplatz gefunden haben. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe kann Ihnen helfen und Sie entlasten.

Wer zahlt für die ambulante Psychotherapie?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die Richtlinientherapien, also für die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Therapie, die analytische Psychotherapie und die systemische Therapie für Erwachsene.

Sie können Einzel- oder Gruppentherapien wahrnehmen. Wichtig ist, dass Ihr:e Psychotherapeut:in eine Kassenzulassung hat und mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen kann.

Damit die psychotherapeutische Behandlung von der Krankenkasse finanziert wird, muss zuvor ein Antrag an sie gestellt und von der Kasse genehmigt werden. Die Antragsverfahren unterscheiden sich jedoch – je nachdem, ob eine Akutbehandlung, Kurzeit- oder Langzeittherapie beantragt wird. Ihr:e Psychotherapeut:in weiß genau, was in welchen Fällen zu tun ist und bereitet in der Regel die Antragstellung vor. Meist müssen Sie den Antrag nur durchlesen und, wenn Sie einverstanden sind, unterschreiben.

Bei privat Krankenversicherten erfolgt die Kostenübernahme entsprechend den Vereinbarungen im Versicherungsvertrag.

Mehr zur Antragstellung und zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen erfahren Sie hier.

Betroffene von sexuellem Missbrauch können auch Ansprüche auf eine Psychotherapie nach dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten, kurz OEG, über den Fonds Sexueller Missbrauch und über die Anerkennungs- und Entschädigungsleistungen der Kirchenhaben. In bestimmten Fällen übernimmt auch die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung die Kosten. Unter „Finanzielle Hilfen“ haben wir mehr Informationen für Sie zusammengestellt.

Die stationäre und teilstationäre Behandlung

Was ist die stationäre und teilstationäre Behandlung?

Bei der stationären Behandlung werden Patient:innen meist in einer Klinik aufgenommen und verbringen dort Tag und Nacht. So bekommen sie bei Krisen sowohl tagsüber als auch nachts sofort Hilfe.

Eine stationäre Behandlung kann notwendig sein, wenn die psychische Erkrankung besonders schwer ist und zum Beispiel eine ambulante Behandlung nicht zu einer Verbesserung führt. Oder wenn sich die psychische Erkrankung krisenhaft zuspitzt und jemand nicht mehr im Alltag zurechtkommt oder über einen längeren Zeitraum nicht mehr arbeiten gehen kann.

Es besteht hierbei jedoch auch das Risiko, dass Betroffene nach einem stationären Aufenthalt zu Hause wieder in alte Denk- und Verhaltensmuster zurückfallen. Denn nach der Zeit in der Klinik sind sie wieder mit ihrem Alltag und dessen Herausforderungen konfrontiert. Normalerweise sollte daher bereits während des stationären Aufenthalts eine gute Vorbereitung auf die Zeit nach der Entlassung stattfinden. Zusätzlich zur stationären Behandlung gibt es seit 2018 die stationsäquivalente Behandlung. Sie entspricht der stationären Behandlung, findet jedoch zu Hause statt.

Bei der teilstationären oder tagesklinischen Behandlung verbringen die Patient:innen den Tag in der Klinik und kehren abends nach Hause zurück. Das hat den Vorteil, dass sie intensiv betreut werden können. Gleichzeitig verbringen die Patient:innen auch Zeit zu Hause, sodass ihnen nach der Entlassung die Rückkehr in den Alltag leichter fallen kann.

Was erwartet mich?

Die Behandlung setzt sich aus unterschiedlichen therapeutischen Angeboten zusammen.

Möglich sind:

  • Einzel- oder Gruppenpsychotherapie
  • ärztliche Betreuung
  • Therapie mit Medikamenten
  • Ergotherapie
  • kreative Therapieverfahren wie Kunsttherapie oder Musiktherapie
  • körpertherapeutische Verfahren
  • Entspannungstechniken
  • Psychoedukation
  • Physiotherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie

Dafür arbeiten verschiedene Berufsgruppen aus Medizin, Psychotherapie, Physiotherapie sowie Gesundheits- und Krankenpflege im Team zusammen.

An wen kann ich mich wenden?

Um in einer Klinik stationär oder teilstationär behandelt werden zu können, benötigen Sie in der Regel eine psychotherapeutische oder ärztliche Einweisung.

Diese erhalten Sie insbesondere bei:

  • Hausärzt:innen
  • Psychotherapeut:innen
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen
  • Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Fachärzt:innen für Nervenheilkunde
  • Fachärzt:innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Viele Kliniken führen vor der Aufnahme Vorgespräche, um zu besprechen, ob die Behandlung notwendig ist und die Klinik die erforderliche Behandlung anbieten kann. Stationäre oder teilstationäre Krankenhausbehandlungen bieten diese Einrichtungen:

  • Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  • Fachklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Allgemeinkrankenhaus mit psychiatrischer, psychotherapeutischer oder psychosomatischer Fachabteilung
  • Psychosomatische oder psychotherapeutische Rehabilitationsklinik

Sie suchen eine Klinik oder Ambulanz in Ihrer Nähe? Unter „Hilfe finden“ gibt es einige Anlaufstellen.

Wer übernimmt die Kosten für die Behandlung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in bestimmten Fällen die Kosten für eine stationäre oder teilstationäre Krankenhausbehandlung.

​​​​​​Das gilt, wenn

  • eine Erkrankung vorliegt, die nicht durch ambulante Maßnahmen behandelt werden kann,
  • eine Krise eine stationäre Behandlung notwendig macht,
  • eine ambulante Behandlung nicht zur Besserung geführt hat.

Sie wird durch Hausärzt:innen, behandelnde Fachärzt:innen oder von (Kinder- und Jugendlichen-)Psychotherapeut:innen verordnet.

Maßnahmen zur teilstationären oder stationären Rehabilitation müssen beantragt werden. Bei Berufstätigen übernimmt der Rentenversicherungsträger die Kosten, zum Beispiel die Deutsche Rentenversicherung. Hier müssen Sie den Antrag auf eine medizinische Rehabilitation stellen. Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen können Sie dabei unterstützen. Bei nicht oder nicht mehr Berufstätigen, für die kein anderer Leistungsträger zuständig ist, muss der Antrag an die Krankenkasse gerichtet werden. Wenn die Krankenkassen der Kostenträger sind, kann Ihr:e Ärzt:in sowie Ihr:e Psychotherapeut:in den Antrag für eine medizinische Rehabilitation stellen.

Sie wollen mehr zur Kostenübernahme für eine Behandlung erfahren? Weitere Informationen finden Sie im Wegweiser der Bundespsychotherapeutenkammer.

Weiterführende Informationen

Wenn Sie mehr über das Thema Psychotherapie erfahren möchten, können Ihnen diese Informationen weiterhelfen.

Sie möchten eine Therapie machen
Sie möchten sich als Eltern informieren
Sie haben beruflich mit Jugendlichen zu tun
  • Die Website „Gefühle fetzen“ der Bundespsychotherapeutenkammer hilft Jugendlichen, herauszufinden, was mit ihnen und ihren Gefühlen los ist.
Sie arbeiten beruflich mit Geflüchteten

Geschichten, die Mut machen

Interview | Betroffene

Der sexuelle Missbrauch durch eine Frau hat mich in meiner Männlichkeit extrem beschädigt. Damit stand ich über viele Jahre in Konflikt. Das war für mich echt brutal. Ich habe lange gebraucht, um beide Seiten auszusöhnen.

Nicolas Haaf

Mitglied im Betroffenenrat

 

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Interview | Beratung

Mut braucht es immer bei diesem sensiblen und persönlichen Thema. Dennoch bin ich überzeugt, dass Anrufen hilft. Es ist ein erster Schritt, ein erstes „Sich trauen“. Und alleine das macht alle weiteren Schritte oft sehr viel leichter.

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Die Entwicklungen, die ich bei vielen Betroffenen beobachte, sind sehr ermutigend und motivierend. Teilweise können sie während des langen Prozesses wieder zu ihrem alten Ich finden.

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Gerade in akuten Krisensituationen hilft es enorm, sich Rat von außen zu suchen und nicht nur im eigenen Kreis zu bleiben. Wir schauen uns alles unabhängig an und können helfen, die Situation neutral einzuordnen.

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Porträtfoto Pia Witthöft

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Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr

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