Trauma

Ein Trauma meint eine schwere seelische, also psychische Verletzung. Erfahren Sie mehr über die Ursachen, mögliche Folgen und wie Sie Betroffenen helfen können.

Was ist ein Trauma?

„Trauma“ ist ein altgriechisches Wort, das Wunde oder Verletzung bedeutet. In der Psychologie versteht man unter einem Trauma eine schwerwiegende seelische, also psychische, Verletzung.

Zu einem Trauma führen oft Erlebnisse, in denen ein Mensch einer massiven Bedrohung und Hilflosigkeit ausgesetzt ist. Auch das Beobachten einer solchen Bedrohung kann traumatisch sein.

Wenn Kinder einer solchen massiven Bedrohung ausgesetzt sind und ein Trauma davontragen, wird umgangssprachlich auch von einem Kindheitstrauma gesprochen. Wenn hierdurch die Entwicklung eines Kindes gestört wird, kann umgangssprachlich von einem Entwicklungstrauma gesprochen werden. Wenn die Bedrohung von einer nahestehenden Person ausgeht, kann auch ein Bindungstrauma entstehen.

Vor allem bei frühen, schwerwiegenden, anhaltenden oder sich wiederholenden Bedrohungen ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Menschen eine Traumafolgestörung entwickeln.

Ein Trauma kann unter Umständen auch in die nächste Generation ausstrahlen, was als transgenerationale Weitergabe bezeichnet wird. Dabei wird angenommen, dass das Trauma nicht einfach vererbt wird. Wahrscheinlich ist, dass traumatisierte Elternteile in manchen Bereichen auch anders mit ihren Kindern umgehen als nicht traumatisierte Elternteile. In diesen Fällen bietet sich eine Eltern-Kind-Psychotherapie an, eine systemische Psychotherapie.

Was sind Traumafolgestörungen?

Menschen, die einer massiven Bedrohung ausgesetzt waren, fällt es oft schwer, das Erlebte zu verarbeiten. Das kann dazu führen, dass sie unmittelbar oder sogar noch Jahre später seelisch oder körperlich unter den Folgen des Erlebten leiden. Die Symptome können vielfältig sein. Häufig treten bestimmte, charakteristische Symptome aber gemeinsam auf. Dann können Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen die Diagnose einer Traumafolgestörung stellen.

Viele Betroffene sexualisierter Gewalt entwickeln als seelische Traumafolgestörung eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS. Sie äußert sich zum Beispiel in Alpträumen, Schreckhaftigkeit oder sogenannten Flashbacks. Das sind aufdringliche Erinnerungen an die traumatischen Erlebnisse und werden von den Betroffenen meist als ein unkontrollierbar erlebt.

Bei schweren Fällen von Gewalterfahrungen kann es als Traumafolgestörung auch zu einer dissoziativen Störung kommen. Eine Dissoziation ist eigentlich eine natürliche psychische Reaktion, um einen Menschen während eines traumatischen Erlebnisses vor psychischer Überwältigung zu schützen. Die Menschen können sich dadurch von dem Erlebten „abkoppeln“. Schwere und vor allem langanhaltende traumatische Erfahrungen können aber dazu führen, dass Betroffene anhaltende dissoziative Erlebnisse haben. Zum Beispiel können sie sich zeitweise von ihren eigenen Gedanken und Gefühlen und auch ihrem eigenen Körper als losgelöst empfinden. Oder sie erinnern sich nicht mehr daran, was sie zu einer bestimmten Zeit gemacht haben.

Manche Menschen unternehmen zum Beispiel mehrtägige Reisen und können sich danach nicht mehr daran erinnern. Es gibt auch schwerere Formen der dissoziativen Störung, die bei sehr schweren Gewaltformen auftreten können. Dabei spaltet sich die Persönlichkeit in mehrere Identitäten auf. Mehr Informationen dazu finden Sie unter „Organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt“ in der Rubrik „Wissenswertes“.

Es gibt auch andere Störungen, die Folge eines erlebten Traumas sein können, zum Beispiel Zwangsstörungen, Essstörungen, Angststörungen, Depressionen oder Alkoholabhängigkeit. Auch Schmerzerkrankungen oder sexuelle Probleme können Folge eines Traumas sein.

Manchmal treten Folgen eines erlebten Traumas auch weniger offensichtlich auf und das Leid der Betroffenen zeigt sich unterschwellig – etwa in Zurückgezogenheit oder in geringem Selbstvertrauen. Diese Menschen tragen nicht weniger schwer an den traumatischen Erlebnissen. Die Folgen des Erlebten können sich auch dadurch zeigen, dass es den Betroffenen schwerfällt, gesunde Beziehungen zu führen, oder sie beruflich oder schulisch nicht ihr volles Potenzial einsetzen können. Auch dann kann eine Psychotherapie hilfreich sein.

Was ist Traumatherapie?

Eine häufige Traumafolgestörung ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Für die Therapie bei Vorliegen einer PTBS gibt es spezielle Behandlungsmethoden. Solche Behandlungsmethoden legen den Schwerpunkt auf die Verarbeitung der Erinnerung an das traumatische Ereignis. Dies nennt man „Traumabewältigung“. Wenn solche Behandlungsmethoden zur Bewältigung traumatischer Ereignisse eingesetzt werden, wird die Psychotherapie umgangssprachlich auch „Traumatherapie“ genannt.

Ein Beispiel für eine solche Behandlungsmethode ist Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR). Bei EMDR unterstützen gezielte Augenbewegungen, die von dem oder der Psychotherapeut:in angeleitet werden, den Verarbeitungsprozess. Hier gibt es mehr Informationen zu der Behandlungsmethode.

Hypnose ist in der Psychotherapie mit einer Art Tiefenentspannung vergleichbar. Sie kann bei der Traumabewältigung unterstützen, ist aber nicht für alle Patient:innen geeignet. Ob Hypnose im individuellen Fall geeignet ist, können entsprechend ausgebildete Psychotherapeut:innen beurteilen.

EMDR und Hypnose sind wissenschaftlich anerkannt für die Anwendung in der Psychotherapie, setzen aber besondere Qualifikationen der Behandler:innen voraus.

Eine Körpertherapiemethode, die extra für die Traumabewältigung entwickelt wurde, ist Somatic Experiencing. Diese Behandlungsmethode ist nicht anerkannt vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie und kann somit nicht im Rahmen einer Psychotherapie im Richtlinienverfahren angewendet werden. Somatic Experiencing kann eine Psychotherapie aber ergänzen. Zu beachten ist, dass Somatic Experiencing in der Regel nicht von den Krankenkassen finanziert wird, gegebenenfalls aber von anderen Kostenträgern wie dem Fonds Sexueller Missbrauch.

Traumatherapie setzt meistens voraus, dass es keine aktuellen Bedrohungen mehr gibt, zum Beispiel anhaltenden Kontakt zu Täter:innen. Wenn es noch aktuelle Bedrohungen gibt, kann eine Psychotherapie ohne traumatherapeutische Behandlungsmethoden trotzdem sehr hilfreich sein.

Lesen Sie hier die Geschichte von Lisa Fahrig. Sie erlebte als Kind sexuelle Gewalt und fand in einer Traumaklinik Hilfe. Wie Traumaambulanzen helfen können, erfahren Sie unter „Psychotherapie“ in der Rubrik „Wissenswertes“.

Wer darf Traumatherapie anbieten?

Alle approbierten Psychotherapeut:innen sind in der Behandlung von Traumafolgestörungen wie einer PTBS ausgebildet.

Approbierte Psychotherapeut:innen sind Ärzt:innen oder Psycholog:innen, die nach ihrem Medizin- oder Psychologiestudium eine mehrjährige Weiterbildung in Psychotherapie absolviert haben. Dazu zählen:

  • Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Fachärzt:innen für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie
  • Fachärzt:innen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Für manche Behandlungsmethoden brauchen Psychotherapeut:innen aber spezielle Fortbildungen, um sie mit der Krankenkasse abrechnen zu können, zum Beispiel für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), eine Behandlungsmethode, bei der gezielte Augenbewegungen Verarbeitungsprozesse unterstützen. Auch für Hypnose, die in der Psychotherapie mit einer Art Tiefenentspannung vergleichbar ist, brauchen Psychotherapeut:innen spezielle Fortbildungen für die Abrechnung mit der Krankenkasse.

Traumatherapie wird oft auch von Heilpraktiker:innen angeboten. Dabei ist wichtig zu beachten, dass es keine einheitlichen Ausbildungsstandards für Heilpraktiker:innen gibt. Wenn Sie unter einer Traumafolgestörung wie einer PTBS leiden und keine geeigneten Psychotherapeut:innen mit freien Plätzen finden, empfiehlt sich die gezielte Suche nach Heilpraktiker:innen, die sich auf Traumatherapie spezialisiert haben.

Therapien bei Heilpraktiker:innen werden in der Regel nicht von den gesetzlichen oder privaten Krankenkassen finanziert. Möglicherweise übernehmen andere Träger die Kosten dieser Therapien, zum Beispiel der Fonds Sexueller Missbrauch.

Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)?

Die PTBS ist eine Traumafolgestörung. Sie kann entstehen, wenn jemand einer außergewöhnlichen Bedrohung ausgesetzt war. Typische Merkmale einer PTBS sind das wiederholte Erleben der Bedrohung in sich aufdrängenden Erinnerungen oder in Träumen sowie eine erhöhte Schreckhaftigkeit.

Eine komplexe PTBS kann sich entwickeln, wenn jemand wiederholt beziehungsweise langanhaltend bedrohlichen Ereignissen ausgesetzt war. Neben den oben genannten Merkmalen einer PTBS kennzeichnet sich eine komplexe PTBS auch durch Probleme bei der Regulation von Gefühlen, durch Probleme im Umgang mit anderen Menschen und durch Minderwertigkeitsgefühle.

Wenn Sie vermuten, dass Sie unter einer PTBS leiden, empfiehlt sich eine Abklärung im Rahmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde.

Wie kann ich helfen, wenn jemand Flashbacks erlebt?

Wenn jemand akut einen Flashback erlebt und Sie sich Sorgen machen, wählen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. Wenn Sie denken, es handle sich um einen Notfall, wählen Sie die 112. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie nicht ausschließen können, dass sich jemand selbst verletzt.

Grundsätzlich gehört die Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in die Hände von Psychotherapeut:innen oder Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie. Diese erstellen einen individuellen Behandlungsplan und begleiten Betroffene bei der Verarbeitung des Erlebten.

Es ist richtig und wichtig, dass Angehörige und Freund:innen für Betroffene da sind. Persönliche Gespräche können aber keine Psychotherapie ersetzen. Angehörige und Freund:innen sollten außerdem darauf achten, sich selbst nicht zu überfordern, wenn sie Betroffene unterstützen. Wenn Sie als angehörige oder befreundete Person Beratung benötigen, können Sie sich an das Hilfe-Telefon wenden oder eine spezialisierte Fachberatungsstelle aufsuchen.

Was ist eine Dissoziative Störung?

Eine Traumafolgestörung kann die dissoziative Störung sein. Das Wort Dissoziation wird aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet „trennen“ oder „spalten“. In der Psychologie ist damit gemeint, dass Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Handlungen voneinander losgelöst empfunden werden.

Eine leichte Form der Dissoziation haben viele Menschen schon einmal erlebt, zum Beispiel Gedankenabschweifen in Tagträumen oder ein Gefühl von „neben sich stehen“. Eine dissoziative Störung bedeutet, dass solche Symptome so stark sind, dass sie das Leben einschränken.

Es wird angenommen, dass eine Dissoziation während einer starken Bedrohung die Psyche schützt. Wenn das passiert, können sich betroffene Menschen oft nicht mehr (vollständig) an die Bedrohungssituation erinnern. Das wird dissoziative Amnesie genannt. Im Alltag können Dissoziationen auftreten, wenn etwas (unbewusst) an die Bedrohungssituation erinnert. Das ist eine Strategie des Gehirns, um weiteren Stress abzuwenden.

Die dissoziative Identitätsstörung (kurz „DIS“ bedeutet, dass jemand verschiedene Persönlichkeitszustände hat, also so etwas wie verschiedene Persönlichkeiten in einer Person. Wenn die Persönlichkeit wechselt, wechselt auch das Denken, Fühlen, Verhalten und Erinnern.

Wenn Sie vermuten, dass Sie unter einer dissoziativen Störung leiden, empfiehlt sich eine Abklärung im Rahmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde. Wenn eine dissoziative Störung vorliegt, lernen Sie in einer Psychotherapie, wie Sie Dissoziationen frühzeitig erkennen und beenden können. Sie lernen auch andere Methoden zur Bewältigung von Stress.

Wie kann ich helfen, wenn jemand dissoziiert?

Wenn jemand akut dissoziiert und Sie sich Sorgen machen, wählen Sie die den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. Wenn Sie denken, es handle sich um einen Notfall, wählen Sie die 112. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie nicht ausschließen können, dass sich jemand während der Dissoziation Schaden zufügt.

Grundsätzlich gehört die Behandlung einer dissoziativen Störung in die Hände von Psychotherapeut:innen oder Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie. Professionelle Helfer:innen arbeiten mit Betroffenen grundlegend an auftretenden Dissoziationen, zum Beispiel durch das Erkennen von Frühwarnzeichen und das Üben von Strategien, um Dissoziationen zu beenden und in das „Hier und Jetzt“ zurückzukehren.

Es ist richtig und wichtig, dass Angehörige und Freund:innen für Betroffene da sind. Persönliche Gespräche können aber keine Psychotherapie ersetzen. Angehörige und Freund:innen sollten außerdem darauf achten, sich selbst nicht zu überfordern, wenn sie Betroffene unterstützen. Wenn Sie als angehörige oder befreundete Person Beratung benötigen, können Sie sich an das Hilfe-Telefon wenden oder eine spezialisierte Fachberatungsstellen aufsuchen.

Was ist eine Retraumatisierung?

Retraumatisierung bedeutet, dass ein bereits erfahrenes Trauma wieder hervorgerufen wird und erneut das Gefühl von Bedrohung und Hilflosigkeit erlebt wird. Das kann im Alltag passieren, zum Beispiel wenn jemand etwas hört oder sieht, was an die frühere Bedrohungssituation erinnert. Eine Retraumatisierung kann aber auch passieren, wenn jemand durch Ermittlungen oder in einer Gerichtsverhandlung an die Bedrohungssituation erinnert wird.

Auch in einer Psychotherapie kann man an die Bedrohungssituation erinnert werden, weswegen eine Psychotherapie nur bei professionell ausgebildeten (Psycho-)Therapeut:innen durchgeführt werden sollte. Eine Bearbeitung der traumatischen Bedrohungssituation kann nämlich sehr hilfreich sein, muss aber vom Zeitpunkt her gut geplant sein und professionell durchgeführt werden.

Helfen Medikamente bei einem Trauma?

Medikamente können eine Psychotherapie möglicherweise ergänzen. Ersetzen sollten sie die Psychotherapie nicht. Ob Medikamente infrage kommen, hängt davon ab, welche Symptome vorliegen. Bei einer Zwangserkrankung als Folge eines erlebten Traumas kommen andere Medikamente infrage als bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Bei der Frage nach möglichen Medikamenten sollten Sie immer einen oder eine Psychiater:in aufsuchen, also Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie.

Unter keinen Umständen sollten Sie im Selbstversuch Medikamente anwenden. Das Gleiche gilt für Drogen: Es gab zuletzt wiederholt Berichterstattungen über Studien mit einer kleinen Anzahl von Teilnehmenden zur Behandlung von Traumata durch MDMA. MDMA ist jedoch nicht zugelassen für die therapeutische Anwendung bei Traumafolgestörungen und birgt hohe Nebenwirkungsrisiken.

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