Die Nebenklage

Für Betroffene von schweren Straftaten, zu denen ausdrücklich alle Sexualstraftaten gehören, gibt es die Möglichkeit einer Nebenklage. Das erwartet Sie, wenn Sie eine Nebenklage stellen.

Wie funktioniert eine Nebenklage?

Treten Sie als Nebenkläger:in auf, muss dies dem Gericht mitgeteilt werden. Nur dann wird die Nebenklage zugelassen.

Diese Mitteilung ist in jedem Verfahrensstadium möglich. Allerdings beginnt ein Verfahren nicht neu, wenn Sie sich erst am Tag der Vernehmung dazu entscheiden, als Nebenkläger:in aufzutreten. Das Gericht muss auf die oder den Zeug:in keine Rücksicht nehmen.

Kann ich ein:e Anwält:in bekommen?

Bei minderjährigen Zeug:innen muss ein:e Opferanwält:in bei sexuellem Missbrauch auf Antrag von Amts wegen beigeordnet werden. Auch Erwachsene, die als Kinder oder Jugendliche missbraucht wurden, haben einen solchen Anspruch.

Sie können sich – unabhängig von ihren wirtschaftlichen Verhältnissen – ein:e Opferanwält:in kostenfrei vom Gericht beiordnen lassen. Auf Opferrechte im Strafverfahren spezialisierte Anwält:innen finden Sie unserer Datenbank und über den Verein Nebenklage e. V.

Rufen Sie an – auch im Zweifelsfall

Sprechen Sie mit den Berater:innen beim Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch. Ihr Anruf ist anonym und kostenfrei.

0800 22 55 530

Telefonzeiten:

Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr
Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr

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